Heizen mit erneuerbaren Energien

Der gemeindeeigene Baubestand wird mehrheitlich mit erneuerbaren Energien beheizt (> 50% des Jahresbedarfs für Heizung und Warmwasser).

 

Entscheidet sich Ihre Gemeinde für ein Heizsystem mit erneuerbaren Energien bei einer Heizungssanierung, hat dies eine wichtige Signalwirkung auf die Privaten. Es lohnt sich, wenn Ihre Gemeinde eigene Potenziale prüft, z.B. kann sie Holz aus dem eigenen Wald oder Abwärme aus dem Abwasser nutzen. Initialisiert Ihre Gemeinde Wärmenetze, kann sie nebst den eigenen Gebäuden auch private Gebäude in den Verbund mit einbeziehen.


Gemeindebeispiel Moosseedorf

 

Vor sechs Jahren wurde die Heizzentrale der Schulanlage Staffel von fossilen Energieträgern auf eine Holzschnitzelheizung erneuert. Seither kann Mooseedorf für sich in Anspruch nehmen, den Löwenanteil des Energiebedarfs für Heizen und Warmwasser der gemeindeeigenen Gebäude mit erneuerbarer Energie abzudecken. Einige private Bauherren sind diesem Beispiel gefolgt. Erfreulich ist die Tatsache, dass auch der Energielieferant ein Gemeindebewohner ist - der Landwirt ist somit auch Energiewirt. Kontakt: Martin Meyer, Tel. 031 850 13 31, E-Mail


Gemeindebeispiel Lyss

 

Die Energiestadt Lyss hat 2005 zusammen mit der BKW als Contractor einen Nahwärmeverbund mit Abwasserwärmenutzung realisiert. In einem Regenwasserüberlaufbecken und in den Sammelkanälen der ARA wurden Wärmetauscher eingebaut. Eine Wärmepumpe produziert das Heizwasser für die umliegenden Bauten, u.a. für ein Altersheim, das nach dem MINERGIE-Standard saniert wurde. Entscheidend für die Realisierung war die Initiative der Gemeinde; sie holte alle Beteiligten an einen Tisch und handelte mit ihnen eine Planungsvereinbarung aus. Weitere Informationen. Kontakt: Ruedi Frey, Tel. 032 387 03 10, E-Mail


Gemeindebeispiel Röthenbach

 

Die Gemeinde Röthenbach beschloss, die Heizzentrale der Sägerei, in der Abfälle wie Rinde etc. verbrannt werden und die mitten im Dorf steht, zu nutzen und ein Nahwärmenetz zu bauen. Geplant war zuerst, die grössten gemeindeeigenen Bauten anzuschliessen. Später entschied man sich, private Hauseigentümer dafür zu gewinnen und ihre Häuser ebenfalls anzuschliessen. Mit Erfolg. Die Heizzentrale in der Sägerei ist in der Folge ausgebaut worden. Heute fungiert die Gemeinde als Kundin und Wärmehändlerin: sie kauft der Sägerei die Wärme ab und verkauft sie an die privaten Abnehmer. Kontakt: Peter Kast, Tel. 034 402 24 94, E-Mail