Die Schlüsselposition der Gemeinden

Der Berner Regierungsrat hat in seiner Energiestrategie 2006 die 4000-Watt-Gesellschaft als langfristiges Ziel bis 2035 vorgegeben. Nicht nur der Gesamtenergieverbrauch, sondern auch der Anteil der fossilen Energien soll bis dahin markant gesenkt werden. Mit dem Ausschöpfen grosser Energiesparpotentiale, dem konsequenten Einsatz von Technologien, die dem Stand der Technik entsprechen, und dem Einsatz von erneuerbaren Energiequellen will der Kanton Bern dieses Ziel erreichen. Den Gemeinden kommt bei der Umsetzung der kantonalen Energiestrategie eine Schlüsselrolle zu, denn sie haben vielfältige Möglichkeiten, energieeffiziente Baustandards wie z.B. MINERGIE und erneuerbare Energien aktiv zu fördern.

 

Mit ausgesuchten Massnahmen aus verschiedenen Handlungsfeldern kann Ihre Gemeinde ein Förderprogramm zusammenstellen, das auf ihre Möglichkeiten und Bedürfnisse zugeschnitten ist. Das MINERGIE-Rating liefert dazu einen Ideenkatalog basierend auf dem Berner Energieabkommen (BEakom) und dem Label Energiestadt. Zudem wird der Erfahrungsaustausch mit anderen Gemeinden unterstützt.


Gemeindebauten haben Vorbildwirkung

 

Die Gemeinde gilt als vertrauenswürdige Sachverständige in allen Baufragen. Sobald sie bei ihren eigenen Gebäuden hohe Anforderungen an die Energieeffizienz und den Einsatz von erneuerbaren Energien stellt, folgen ihr die privaten Bauherrschaften vermehrt mit ihren eigenen Projekten. Der hohe Komfort von MINERGIE-Gebäudenwird gerade in Gemeindebauten wegen ihrer öffentlichen Nutzung durch ein breites Publikum erlebbar gemacht.


Rechtsgrundlagen stellen Weichen

 

Rechtsgrundlagen sind das Resultat von demokratischen Prozessen und gelten für alle gleich. Durch ihren verbindlichen Charakter sind sie ein geeignetes Mittel, wichtige energiepolitische Weichen zu stellen und Entwicklungen gezielt zu steuern. Eine Gemeinde hat im Rahmen des Baureglements und der Zonenplanunggute Möglichkeiten, einen besseren Baustandard und eine vermehrte Nutzung von erneuerbaren Energien zu fördern.


Kommunikation schafft Wissen

 

Nur gut informierte Bauherrschaften können bei Bau- und Sanierungsvorhaben die richtigen Entscheide treffen. Mit gezielter Kommunikation kann eine Gemeinde den Wissensstand ihrer Hauseigentümer/innen verbessern und sie motivieren, entsprechend zu handeln.


Bei der Wahl und Umsetzung geeigneter Fördermassnahmen können Sie sich auch von Spezialisten begleiten lassen: Hier finden Sie die öffentliche Energieberatungsstelle Ihrer Region.